Sprecher

Programmablauf

Konferenz

Book Launch

Workshop

08.03.2018 - Book Launch

● 18.30–23 Uhr

Munich Book Launch:
Four Walls and a Roof. The Complex Nature of a Simple Profession
Reinier de Graaf, OMA, Rotterdam

special Guest: Prof. Dr. Kurt Faltlhauser, Bayerischer Staatsminister für Finanzen a. D.

Alte Akademie
Neuhauser Straße 8-10
80333 München

09.03.2018 - Business-Brunch

● 10–12 Uhr

Move Your Business Foward!

Business-Brunch für Investoren, Projektentwickler und junge Architekten

Hearthouse
Social Room
Lenbachplatz 2
80333 München

09.03.2018 - Konferenz

● 14–20 Uhr

Vorträge, Diskussionsrunden, Musik, Super-Jury

Künstlerhaus
Lenbachplatz 8
80333 München

● 14 Uhr

Silke Claus, bayern design
Welcome

● 14.05 Uhr

Nadin Heinich
Intro

● 14.15 Uhr

Reinier de Graaf
Architecture & Realism

● 14.45 Uhr

Ulrich Höller, Andrej Holm
Die Stadt, der Staat und das Geld

● 15.30 Uhr

Julian Nida-Rümelin
Stadt und Gemeinwohl

● 15.50 Uhr

Pause

● 16.20 Uhr

Jürgen Bruns-Berentelg, Elisabeth Merk, Erion Veliaj
Der große Plan

● 17.15–18.15 Uhr

Jürgen Bruns-Berentelg, Reinier de Graaf, Ulrich Höller, Andrej Holm, Elisabeth Merk

● 18.15 Uhr

Pause

● 18.45–19.45 Uhr

Chris Dercon, Julian Nida-Rümelin
Fast Forward – Cultural Institutions and the Bigger Picture

Konferenz

mit: Jürgen Bruns-Berentelg, HafenCity Hamburg GmbH, Reinier de Graaf, OMA, Chris Dercon, Volksbühne Berlin, Ulrich Höller, German Estate Group AG, Andrej Holm, HU, Berlin, Elisabeth Merk, LH München, Julian Nida-Rümelin, LMU Saskia van Stein, Bureau Europa, Christiane Thalgott, Erion Veliaj, Tirana
+ Super-Jury


Freitag, 9.3.2018, 14–20 Uhr

Künstlerhaus
Lenbachplatz 8
80333 München

Tickets: 17,- / 28,- / 42,- €


 

MONEY TALKS?

2018 widmen wir uns den ökonomischen Grundlagen von Architektur und Stadt. Was bedeutet Bauen in der Stadt bei einer zunehmenden Internationalisierung der Immobilienbranche? Der weltweite Umsatz mit Immobilien steigt. Getrieben von der Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten und der Niedrigzinspolitik, drängen nahezu alle vorstellbaren Käufergruppen in diesen Markt. Für Deutschland – aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Stabilität einer der wichtigsten Investitionsziele ausländischer Käufer – bedeutet das unter anderem eine enorme Preissteigerung für Grundstücke in den Ballungszentren und damit für das Wohnen. Eine andere Folge ist die aus Architektensicht zunehmende Veränderung der Auftraggeberseite. Wo, wie und für wen bauen wir? Welche Rolle spielt die „Qualität“ des Gebauten, welche Qualitäten sind damit genau gemeint? Inwieweit setzt sich ein Investor mit dem Ort auseinander? Inwieweit kann er es sich „leisten“, über diejenigen, die sein Gebäude später nutzen werden, nachzudenken? Welche Rolle spielen dabei Architekten? Was können, was sollen beide Seiten zum Wohl der Allgemeinheit beitragen? Wo und wie müssen staatliche Institutionen regulierend eingreifen, jenseits einer Neuordnung des Bodenrechts?

 

Der Architekt im „Haifischbecken“(1)? Die immer noch gern wiederholte Gegenüberstellung von Immobilie und Architektur – hier der allein von wirtschaftlichen Kriterien getriebene Investor, dort der realitätsferne, rein von ästhetischen Kriterien geleitete Architekt, der sich vor allem selbst verwirklichen möchte, und wenn beide denn mal zusammenkommen entsteht seelenlose „Investorenarchitektur“ – ist mittelfristig nicht sinnvoll. Selbst bei steigenden Zinsen, wenn andere Anlageformen im Vergleich zu Immobilien wieder attraktiver werden, wird der Markt durch Globalisierung und Digitalisierung ein anderer sein. Architekten müssen ihre Profession grundsätzlich neu denken, wenn sie relevant bleiben wollen. Auch aus Investorensicht gibt es irgendwann einen Endabnehmer, etwa die großen Pensionsfonds, die Geld langfristig, sicher anlegen und darauf achten müssen, welche Qualität eingekauft und wieviel in den nächsten Jahren investiert werden muss, um den Wert zu erhalten. Es sollten – müssen – alle Seiten Interesse an zukunftsfähigen Städten haben, in der die Menschen gern leben und mitgestalten können, die weniger Wohlhabende nicht ausschließen und die – mit Blick auf die asiatischen Megacities – global wettbewerbsfähig bleiben.

 

Ein Ziel von Architecture Matters ist es, „hands-on“ die unterschiedlichen Perspektiven und Sprachen zusammen und ins Gespräch zu bringen. In verschiedenen Formaten, öffentlich auf der großen Bühne und im kleinen Kreis. Eingeladen sind Gäste aus Architektur, Immobilienbranche, Soziologie, Philosophie, ein ehemaliger Finanzminister, zwei Stadtbaurätinnen etc. Mit Abstechern nach Tirana, dessen junger Bürgermeister ambitionierte Ziele für die Neugestaltung der Stadt verfolgt, und an die Volksbühne in Berlin.

 

(1) Vergleiche Bauwelt 3.2017, die sich mit der Immobilienbranche befasst hat.

Munich Book Launch

MUNICH BOOK LAUNCH

 

Four Walls and a Roof. The Complex Nature of a Simple Profession
Reinier de Graaf, OMA, Rotterdam

special Guest: Prof. Dr. Kurt Faltlhauser, Bayerischer Staatsminister für Finanzen a. D.


Donnerstag, 8.3.2018, 18.30 Uhr

Alte Akademie
Neuhauser Straße 8-10
80333 München


 

Reinier de Graaf ist Partner bei OMA, verantwortet Stadtplanungen in Europa, dem Nahen Osten und Russland, Projekte wie das Timmerhuis und De Rotterdam. Seit 2002 ist er zudem Direktor von AMO, dem Think Tank von OMA. London, Dubai, Moskau – in seinem neuen Buch beschreibt er klug, humorvoll, mit ausreichend Sarkasmus und feinem Gespür für die Absurdität selbsternannter Stararchitekten die engen Verflechtungen von Architektur, Immobilien-, Finanzmarkt und Politik.

 

Wo bleibt beim Bauen Raum für einen Mehrwert, den man nicht nur mit Geld oder verbauter Betonmasse fassen kann? Aus politischer Perspektive kommentiert Prof. Dr. Kurt Faltlhauser, der in neun Jahren als Bayerischer Finanzminister zahlreiche Kulturbauten in München und Bayern begleitet hat. Der Veranstaltungsort ist Programm – die Umbaupläne des österreichischen Immobilienunternehmers René Benko, SIGNA Holding, für die Alte Akademie wurden nach langer Diskussion gerade vom Stadtrat genehmigt.

 

Moderation: Nadin Heinich
Begrüßung: Dr. Klaus-Peter Potthast, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft